Israel 1987

Von Krefeld nach Haifa

1. Tag, Mittwoch, 15. Juli 1987
Krefeld - Frankfurt - Tel Aviv - Haifa

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Bericht von Aléxandros



Bereits vor der Abfahrt war in der Gruppe eine gewisse Nervosität zu spüren, die sich noch verstärkte, als der Bus einige Minuten zu spät kam. Im Bus wurde die Stimmung dann etwas ruhiger. Zwar sind gut 90% der Teilnehmer vorher noch nie geflogen, aber Flugangst hatten nur drei Leute.

Am Flughafen angekommen, stellten wir uns in die lange Schlange vor dem EL AL Schalter. Eine ungewöhnlich große Anzahl von Polizisten mit Maschinengewehren, worunter auch Frauen waren, fiel uns sofort auf. Als Günter einmal, für einen Polizisten nicht sichtbar, etwa 2 m neben seinem Koffer saß, kam der Polizist direkt auf uns zu und fragte, wem dieser Koffer gehöre. Nachdem sich das Mißverständnis aufgeklärt hatte, zog sich der Polizist sichtbar erleichtert zurück.

An der Sicherheitskontrolle wurden jedem Fluggast Fragen gestellt. "Nur zu Ihrer Sicherheit", wie die Beamten immer wieder betonten. Fragen wie zum Beispiel: "Kennen Sie jemanden in Israel?" "Gehört der Koffer Ihnen?" "Haben Sie den Koffer selbst gepackt?" "Nennen Sie einige andere Teilnehmer der Gruppe!" "Wie sind Sie nach Frankfurt gekommen?" oder gar "Kennen Sie ihren Freund persönlich?" Als wir diese Kontrolle passiert hatten, fühlte ich mich ziemlich mürbe und mein Herz klopfte bis zum Hals. Dagegen waren Kofferdurchsuchung und Einchecken eine Wohltat.Bei der Kontrolle des Handgepäcks wurden recht unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Der eine kam schnell durch, der andere weniger. Was ich komisch fand, war das Abtasten. Ich empfand die Kontrollen als übertrieben und teilweise ungenau.

Im Flugzeug selber fiel uns sofort das Muster an den Wänden auf. Ebenso wie die Musik die lief, mutete es fremd an. Als alle ihren Platz besetzt hatten, erklärten die Stewardessen die Sicherheitsvorschriften, was im allgemeinen Chaos aber unterging. Danach startete das Flugzeug. Ich hatte immer gedacht, es wäre aufregender, aber es war schon ein echt tolles Gefühl, vom Boden abzuheben. Schließlich war es auch mein erster Flug. Das Essen, daß bald darauf serviert wurde, schmeckte im Großen und Ganzen gut. Es dauerte nur viel zu lange, bis abgeräumt wurde. Der Blick aus dem Fenster war teilweise sehr eindrucksvoll. Einige Wolken sahen einfach super aus. Die Nervosität wegen des ersten Fluges hatte mich nun ganz verlassen. Während des Fluges wurde es draußen immer dunkler.

Als wir an der israelischen Küste ankamen, war es tiefste Nacht. Doch der erste Eindruck hätte am Tag nicht besser sein können. Die Lichter der Stadt Tel Aviv sahen im Panorama super aus. Die ganze Stadt war zu sehen. Die Landung, die kurz darauf auf dem Ben Gurion Flughafen erfolgte, war kurz und schmerzlos. Ebenso die Kontrolle. Als wir schließlich im Bus waren, verewigte sich die Gruppe durch einen Krefeld Aufkleber über der Windschutzscheibe. In Haifa angekommen wurde der Bus entladen und die Zimmer verteilt. Nach der ganzen Aufregung tat uns die hiesige Ruhe sehr gut. Wir blieben noch lange wach, um uns zu unterhalten.
 



Auch die Presse nahm Anteil
Hier die Westdeutsche Zeitung



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Über den Wolken



Haifa bei Nacht




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