Israel 1987

"Erste Sahne Tag"

8. Tag, Mittwoch, 22. Juli 1987
Jerusalem
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Bericht von Sabine und Ralf



Nachdem am vorigen Abend geklärt wurde, daß die Hektik zu unterdrücken sei, da sie ein allgemeines Ärgernis ist, begann der betreffende Tag, von dem ich zu berichten habe, mit der Bemerkung: "So, in 5 Minuten fahren wir los!" (Ich hatte gerade meine 2. Tasse Kaffee eingeschüttet und mit der Pampelmuse begonnen).

Der Weg des Tages wurde ausschließlich zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, wobei ich bei dem ersten gravierenden Eindruck wäre: Dem Unterschied zwischen arabischen und jüdischen Bussen. Was ich bisher in jüdischen Bussen kennengelernt hatte, konnte ich vergessen: gepolsterte Sitze, anständige Lüftung, optisches Gefallen etc. - was soll's: er brachte uns jedenfalls auf den Ölberg, von wo aus wir mehrere Sehenswürdigkeiten erblicken konnten: Felsendom, jüdische Gräber, Grabeskirche u.v.m. Dazu gab es eine Reihe von Geschichten, die Joachim zum Besten gab - hier leider im Einzelnen nicht erfaßbar.

Viel interessanter als das, schienen manchen von uns die Araber, die ständig um uns kreisten, in der Hoffnung Getränke, Kitsch oder Postkarten zu verkaufen. Wie gesagt manchen gefiel es. Mir jedoch war die Situation bereits zu mulmig einen Blick durch die Kamera zu wagen, da ich mich doch sehr erschrak, wenn ich eine fremde Hand am Körper spürte. Fazit: (auch für Bazare) Bemühe Dich um die Nähe einer männlichen Gestalt und Du bist in Sicherheit.

Sehr interessant waren auf dem Ölberg auch die Kamele, auf denen man für 1-3 Schekel ein paar Schritte reiten konnte. Auch mir machten die Kamele eine besondere Freude, da sie, einmal in gemütliche Stellung gebracht, sehr still hielten und mir scheinbar in die Kamera lächelten (Ich bin mit dem fotografieren noch nicht so weit, daß ich laufende Objekte scharf auf den Film bekomme).

Des weiteren gingen wir dann durch den Garten Gethsemane in eine Kirche. Wir hatten Glück: es fand gerade ein Gottesdienst statt. Die Akustik dieser Kirche war so optimal - ich stand genau in Stereostellung - daß ich überwältigt war. Na ja, wie es so ist, wir haben Urlaub und mußten uns beeilen.
Israel - Jerusalem - Moderner arabischer Bus
Arabischer Bus (moderne Variante)



Israel - Jerusalem - Kamerafreundliche Kamele auf dem Ölberg
Kamele auf dem Ölberg



Israel - Jerusalem - Goldenes Tor
Das zugemauerte Goldene
Tor, durch das der Messias
nach Jerusalem kommen soll


Es ging zur Omar Moschee, auch als Felsendom bekannt. Ein gewaltiges Gelände trafen wir an, für das wir uns streng zuschnüren mußten. Die Moschee mit allem Drum und Dran entsprach dann voll meinen Vorstellungen: mächtig, alt, heilig und in der Mittagssonne toll anzusehen. Kein Israeltourist sollte diesen Eindruck missen.

Die letzte offizielle Besichtigung fand in Yad Vashem statt: ein Gang durch die Allee der Gerechten mit anschließendem Besuch in Museum für Holocaust und Heldentum. Ich war bereits zu erschöpft, um mir alle englischen Texte zu übersetzen, so daß ich mir fast nur noch Originalschriften anschaute und las.
Einen angenehmen Abschluß besorgte ich mir dann noch in dem Teil des Museums, der sich mit Kunst zum Thema befaßte. Leider habe ich es nicht mehr geschafft mir alles anzusehen, da es in allen Hallen plötzlich dunkel wurde - Feierabend.

Unseren Feierabend verbrachten wir in der Neustadt Jerusalems oder mit einem frühzeitigen Schläfchen nach dem Abendbrot. Ich gehörte zu denen, die an diesem Abend nicht kaputtzukriegen waren und verzichtete auf dem Heimweg auf den Bus - ein "Erste Sahne-Tag"!

Israel - Jerusalem - Felsendom / Omar Moschee
Felsendom
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Israel Jerusalem - Yad Vashem: Allee der Gerechten
Yad Vashem: Allee der Gerechten




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