Israel 1987

Heißersehntes Totes Meer

11. Tag, Shabbat, 25. Juli 1987
Jerusalem - En Gedi - Jericho - Jerusalem
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Bericht von Thorsten und Anita



Endlich - die "Heißersehnte" Fahrt zum Toten Meer. Es war mal wieder ein ereignisreicher Tag! Total verschlafen saßen wir um 7.00 Uhr am Frühstückstisch. Ein Mann betrat den Raum, der aussah wie ein Major aus dem 1. Weltkrieg: Major Strawinsky, der sich später als unser Führer Uri entpuppte.

Der Fahrer Benny brachte uns per Bus nach Massada, einige bekommen bei den hohen Temperaturen (ca. 45°C) schon ein mulmiges Gefühl, es sollte aber anders kommen. Bei der Besichtigung der Bademöglichkeiten versuchten wir mit Uri Schritt zu halten, was allgemein schwer fiel, da er noch sehr viel Temperament hat (mit 75 Jahren!).

Im Badehaus wurde mir dann als Erstem schwarz vor Augen und ich
Israel - Festung von Massada
Massada
kippte um, Weitere folgten: Sabine und Ingrid, aufgrund meines
Stichwort: Massada
"furchtbaren Anblicks". Später im Bus war alles wieder in Ordnung - die Fahrt wurde nach En Gedi fortgesetzt, zum Toten Meer.

Zuerst Essen und dann Schwimmen; also das war wirklich ein tolles Gefühl sich ins Wasser zu lassen und bewegungslos zu treiben. Aber das Schwimmen war viel zu kurz. Um 14.00 Uhr mußten wir weiter zum Naturpark von Qumran. Unser drahtiger 75 jähriger "Alter" scheuchte uns durch den Park.
Letzte Bastion der Juden gegen die Römer, die sie noch drei Jahre nach dem Fall Jerusalems, bis 73 n.Chr. halten konnten. Die Römer belagerten Massada schließlich und bauten acht Monate lang an einer Rampe. Bevor die Römer in die Festung eindrangen, beschlossen die 960 Juden lieber zu sterben, als Gefangene zu werden.

Fortgesetzt wurde die Fahrt nach Jericho, wo wir ebenso eine Ausgrabungsstätte besichtigten. Meiner Meinung nach hätte man Qumran wegfallen lassen und dafür den Aufenthalt am Toten Meer verlängern sollen, dann daß ist ja wohl einmalig. Es war ein toller Tag mit sehr guter Führung. Uri hatte es gut vermittelt, worauf er Wert legt, diszipliniert und witzig. Noch zu erwähnen wäre die eindrucksvolle Fahrt durch die Berglandschaft von Jericho (Wadi Quelt).


Israel - Jericho
Jericho

Ergänzende Anmerkung von Aléxandros:

Es war wirklich höllisch heiß an diesem Tag. Wie uns Uri am Abend berichtete waren es auf Massada sogar 55°C. Er war klug genug, uns das während der Führung zu verschweigen. Tatsächlich wäre die Fahrt aufgrund der herrschenden Hitzewelle beinahe ausgefallen. Der ursprünglich vorgesehene Führer hatte die Fahrt aufgrund des Risikos abgesagt. Joachim hatte einige Mühe einen neuen Führer zu finden. Ich denke, uns hätte nichts besseres passieren können. Inzwischen wäre Uri bereits über 90 und ich hoffe, daß er immer noch lebt und Jugendlichen auf Massada etwas vorturnt.

Israel - Massada: Kurze Rast mit Uri.
Uri: kurze Rast




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