Katar 2008

Baustelle in der Wüste

Doha 12 - 22 November 2008
Wappen von Katar



Fahne von Katar Es war mal wieder eine Dienstreise, die mich in diesen entlegenen Winkel der Welt führte. Das kleine arabische Emirat Katar steht etwas im Schatten von Bahrain und Dubai und ist weniger bekannt. Zum Glück konnte ich noch zwei Tage dranhängen, so dass ich außer Konferenzzentrum und Hotel doch noch etwas von Land und Leuten zu sehen bekam.


Doha - Souk Waqif
Der alte Waqif-Markt ist immer noch aktiv und noch immer kaufen hier die Einheimischen Waren und Lebensmittel günstig ein. Frisch renoviert ist das Viertel inzwischen auch zum Anziehungs-punkt für Touristen geworden. Mehrere Hotels sowie viele Cafés und Restaurants sorgen vor allem in den kühleren Abendstunden für hektisches Treiben.
 
Süd-Katar - Dünen
Was man alles mir Allradantrieb im Wüstensand und auf Dünen anstellen kann erlebten wir auf diesem Tagesausflug zum Khor Al Udaid. Etwa eine Autostunde südlich von Doha erheben sich die Sanddünen, beliebtes Ausflugsziel der Kataries, die diese in allen möglichen Allradvehikeln erklimmen. Die Teils abenteuerlichen Winkel in den wir fahren lassen Achterbahngefühle aufkommen.
Süd-Katar - Khor Al Udaid (Inland Sea)
Abgesehen von den Sanddünen und einem entfernten Blick auf die Meereslagune sehen wir allerdings wenig bis gar nichts von den Naturschönheiten, für die das Khor Al Udaid zum Welterbe ernannt werden soll. Dafür gibt es einen stimmungsvollen aber schnellen Sonnenuntergang und ein mittelprächtiges Buffet. Die Tourismusindustrie hat noch einiges Potential zu entwickeln.
Doha - Corniche
Dohas Uferpromenade nennt sich Al Corniche und ist insgesamt 7 Kilometer lang. Gute 5 km davon sind wir abgelaufen zwischen dem Sheraton am nördlichen Ende und dem Museum für islamische Kunst im Süden. Kunst im öffentlichen Raum ist in Doha reichlich vorhanden. Keiner der zahlreichen Kreisverkehre ohne irgendeine Skulptur. Hier die berühmte arabische Kaffeekanne. Zum Glück ist es nicht allzu heiß, so etwa 25°C, was aber dennoch schweißtreibend ist. Außerdem ist die Luftfeuchtigkeit hoch, was auch die Fernsicht über die Bucht einschränkt. Kein gutes Wetter zum Fotografieren.
Doha - Corniche
Ganz Doha scheint eine einzige Baustelle zu sein. Praktisch die gesamte Skyline auf diesem Bild befindet sich noch im Bau. Nur das pyramidenförmige Sheraton Hotel (ganz rechts im Bild) befindet sich schon seit 1982 an Ort und Stelle und war lange Zeit bezeichnenderweise die größte Attraktion von Katar Die Zeiten dürften wohl bald vorbei sein.
Doha - Corniche
Noch mehr Kunst, diesmal am alten Fischerhafen. Schon zu Zeiten der alten Griechen galt Katar als Zentrum der Perlenfischerei. Mit dem dem Aufkommen der japanischen Zuchtperlen um 1930 fand diese Industrie ein jähes Ende. Doch nur wenige Jahre später begannen die ersten Ölquellen zu sprudeln. Basis des heutigen Reichtums ist allerdings Erdgas.
Doha - Museum für islamische Kunst
Das neue Museum für islamische Kunst öffnete seine Pforten erst einen Tag nach unsere Abreise. Entworfen hat es der amerikanisch chinesische Architekt I.M. Pei, der vor allem mit der Pyramide vor dem Louvre in Paris Berühmtheit erlangte. Schon von außen bietet das Gebäude interessante Perspektiven und lädt geradezu zum fotografieren ein.
Doha - Souk Waqif
Tagsüber bietet der Souk Waqif eine völlig andere, weniger geschäftige Atmosphäre. Kein Vergleich mit dem abendlichen Trubel aber dafür farbenprächtiger. Obwohl Samstag mittag sicher nicht die Hauptgeschäftszeit ist, waren die Straßen und Gassen dennoch hinreichend belebt. Vermutlich die beste Zeit für einen geruhsamen Gang durch den Markt.
Doha - Souk Waqif
Wie so manches andere in Katar ist der Souk eine Illusion, denn die meisten Gebäude sind alles andere als alt. Und die die alt sind, wurde gründlich renoviert. Er bleibt trotzdem sehenswert und schließlich ist hier wirkliches Leben eingezogen. Auch in den einsamen Seitenwegen gibt es sehenswerte Perspektiven.
Eine weitere Halb-Tagestour führte uns in den Norden von Katar. Der alte Fischerhafen von Al Khor war aber nicht wirklich sehenswert. Die weitgehend brettflache Wüste bot auch nicht gerade was fürs Auge. Und dennoch verriet das wenige so einiges über das Land jenseits von Doha.
Nord-Katar - Al Zubara
Das Fort Al Zubara ist nicht das älteste Fort (es wurde 1938 erbaut), aber es soll das eindrucksvollste sein. Nun ja, das muss man wohl relativ betrachten. 105 km von Doha entfernt, an der Nordwestküste von Katar gelegen markiert es den weitesten Punkt unserer Tour in den Norden. Alles in allem galt auch für diese Tour: Potential für Entwicklung ist vorhanden.
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